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Portugiesische Literatur

Miquel Torga

(eigentl. Adolfo Correira da Rocha) geboren in Sao Marinho de Ana am 12.08.1907, ein Kritiker seiner Zeit und des Estado Novo, des totalitären Neuen Staates, der von 1933 bis 1974 die kritische Kultur in Portugal lähmte.

Die Lethargie, die die Kulturschaffenden in dieser langen Zeit der Diktatur befallen hat führte weitgehend zum Stillstand der kulturellen Entwicklung in Portugal. Torga litt unter der Zensur, fand jedoch einen subversiven Ausweg, indem er seine Regimekritik in Schilderungen der Alltagswelt verbarg. Diese erschließt sich erst, wenn man die Geschichten liest und in einen Zusammenhang mit den Zeitereignissen stellt.

Am Beispiel des Erzählungsbands "Findlinge" von 1951 wird diese Form der Auflehnung deutlich. 1949 vermerkte Torga in seinem Tagebuch: "Eine Literatur zu schaffen, die der Untergrundliteratur so nahe wie möglich kommt, aber doch veröffentlicht werden kann, ist die einzige Hoffnung auf eine Rettung, die dem Künstler bleibt."

Beim Verlag Beck & Glückler in Freiburg sind folgende Werke von Torga erschienen:
Die Romane: "Die Erschaffung der Welt" ISBN 3-89470-203-6 und "Senhor Ventura" ISBN 3-89470-204-4.
Die Erzählungen: "Findlinge" ISBN 3-89470-202-8, "Neue Erzählungen aus dem Gebirge" ISBN 3-924175-50-0 und "Tiere" ISBN 3-924175-47-0

Quelle: Torga, Miguel: Findlinge. Beck & Glückler, Freiburg 1993

(Copyright: stielzchen at Jadu-Berlin, Mai 2000)

 




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