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Ende

Seit das Pferd dem Motor weichen mußte, ist der Hund das einzige Haustier, das wir noch täglich sehen. Jäger und Hirten, Bauern und Wachmännern war und ist er ein unentbehrlicher Gehilfe; viele Großstädter, und vor allem unsere Kinder, sehen in ihm den "besten Freund".

Jahrtausende sind vergangen, seit sich die ersten Windhunde dem Menschen angeschlossen haben. Noch heute deuten viele Eigenschaften des Hundes auf seine fernen Ahnen hin. Selbst im Stadthund schlummert das Meutentier, das stets bemüht ist, den höchsten Platz in der Rangordnung zu erringen. Legt sich der Hund zur Ruhe, dreht er sich ein paarmal im Kreise, um das imaginäre Steppengras niederzutreten und sich das Lager zu bereiten.

Am stärksten hat er sich äußerlich gewandelt. Durch plötzliche Erbänderungen — Launen der Natur, die sich weiterverpflanzten — entstanden die mannigfaltigen Rassen und Formen. Der Mensch hat mitgewirkt. Der Gebrauchszweck des Tieres war das erste Anliegen der Züchter; Liebhaberei und Mode gaben zusätzlichen Anreiz.

Im Zuge der Entwicklung hat sich der Hund auch biologisch gewandelt. Zum Unterschied vom Wolf wird die Hündin alle sechs bis neun Monate läufig; die Wölfin nur im Frühling, dem Zyklus der Jahreszeiten folgend.

Neun Wochen, genau 59 bis 66 Tage, nach der Paarung bringt die Hündin ihre Jungen zur Welt, im äußersten Fall zwanzig Welpen. Je größer die Mutterhündin, desto reicher der Kindersegen. Der Hundefreund sollte höchstens sechs Junge belassen; denn mehr kann die Hundemutter nicht zu kräftigen Jungtieren heranziehen. Die noch blinden und tauben Welpen werden zunächst von der Mutter versorgt. Nach drei Wochen kann man beginnen, sie zu füttern — mit kleinen, sich allmählich steigernden Mengen von Hackfleisch und Milchbrei. Mit acht Wochen darf man sie von der Mutter entwöhnen; dann sind sie alt genug, sich an ein neues Zuhause zu gewöhnen.

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Das junge Tier, soll möglichst nur einmal den Besitzer wechseln. Alle Rassen wachsen im dritten und vierten Monat am stärksten; Zwerghunde und Dackel erreichen mit vier Monaten meist schon zwei Drittel ihres Endgewichts. Gerade dann ist es besonders wichtig, sie gut zu pflegen und sie vor Krankheiten und Parasiten zu bewahren.

Im Alter von vier Monaten beginnt der Zahnwechsel, der meist mit sieben Monaten abgeschlossen. Etwa mit einem halben Jahr beobachten wir die Anzeichen der Reife. Der Rüde hebt das Bein zum Zeichen seiner Männlichkeit, und das Hundefräulein kann uns mit der ersten Hitze oder Läufigkeit überraschen. Reif zur Fortpflanzung sind die jungen Hunde dann noch keineswegs. Frühestens im Alter von einem Jahr sind sie wirklich erwachsen, die großen Rassen sogar mit zwei Jahren. Bis dahin soll man die Tiere zurückhalten.

Und wie lange lebt der Hund? Ein Hundejahr gleich sieben Menschenjahre — diese Grundregel stimmt nur bedingt. Das erste Hundejahr entspricht etwa achtzehn Menschenjahren, die folgenden zählen kürzer. Mit fünf Jahren steht der Hund in seiner Blüte, nach dem achten Jahr wird er langsam alt. Noch mit vierzehn kann er gesund und munter sein, doch die meisten Hunde erreichen dieses Alter nicht. Krankheiten und der ständig zunehmende großstädtische Verkehr fordern ihre Opfer. In der Hand des Menschen liegt es, sich seine vierbeinigen Freunde durch gesunde Ernährung und sorgfältige Pflege, durch Schutz vor Krankheiten und genügende Aufsicht möglichst lange zu erhalten.

Dies gilt gleichermaßen für alle Hunderassen, die wir Ihnen in dem neuen Sammelwerk der Berliner Morgenpost vorstellen. Viel Freude daran wünschen wir den Berliner Hundefreunden und allen, die es werden möchten.


Wer hat das letzte Wort? - Struppi