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Homo Academicus
Unis und Bibliotheken in der Nachbarschaft
 


Ora et labora" - Bete und arbeite, dieser Grundsatz scheint sich zu verschärfen, wenn wir uns die gegenwärtige Bildungspolitik anschauen: verkürzte Studienzeiten, die Einführung von Trimestern und das ganze bei steigenden Lebenshaltungskosten. Und wenn die Bibliotheken privatisiert werden, dann dürfen wir auch für die Ausleihe bezahlen. Als Gegenleistung werden hierfür die Spitzensteuersätze gesenkt...

Zwei große Bibliotheken befinden sich in unserer Reichweite. Die Staatsbibliothek ist in der Potsdamer Straße gleich hinter dem Potsdamer Platz innerhalb von 10 Minuten locker zu erreichen. Allerdings muß der Nutzer für die Jahreskarte DM 30.- bezahlen. Ermäßigungen für sozial schlechter Gestellte gibt es keine. Aufschlußreich für die Frage, wie die Informations- und Wissenschaftsgesellschaft ihr Verhältnis zur Demokratie und Wissensfreiheit definiert. Die andere Bibliothek, die Amerika-Gedenk-Bibliothek (AGB) befindet sich am U-Bahnhof Hallesches Tor (3 U-Bahnstationen entfernt).

Da für uns die Zeit weniger kostbar als knapp ist, empfehlen wir allen Studis, die Bücherrecherche entweder im Internet oder über das Telefon vorzunehmen. Und last not least zur Infoverwaltung einen Tip: wenn es endlich soweit ist und der gesuchte Schinken mit Formeln und Hieroglyphen ist ausnahmsweise vorhanden, dann solltet Ihr Euch vorher einen schnellen Sanner holen und das Buch, zumindest aber die wichtigen Schlüsselpassagen einscannen. Gute Texterkennungssoftware wie Abby Fine Reader erkennt selbst Formeln. Wenn Ihr den Text für Euch in eine ansprechende digitale Form gebracht habt, kann der Text wunderbar mit Indexen und Bookmarks bearbeitet werden. Später, kurz vor der Prüfung oder dem Examen, findet Ihr die gesuchte Passage quasi auf Knopfdruck.

 

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