Nahrung der Steinzeitmenschen
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Ehe der Mensch Hütten und Häuser errichten lernte, suchte er von den Unbilden der Witterung in Höhlen Schutz. Sehr anheimelnd waren diese Behausung sicherlich nicht. Aber wenn im Zugang ein Feuer brannte, waren die Höhlenbewohner vor wilden Tieren ziemlich sicher, und die Kälte konnte wenigstens notdürftig abgehalten werden.
Wie bezeichnen dieses frühe Stadium der menschlichen Entwicklung als Steinzeit, weil der Mensch damals noch keine Metalle kannte, sondern alle ihre Geräte aus Stein fertigten. Das primitivste Steinwerkzeug ist der Faustkeil. Aber auch Schaber, Messer, Pfeil- und Speerspitzen, ja Sägen und Äxte wurden aus Stein hergestellt. Außerdem wurden die Knochen, Hörner und Stoßzähne von Tieren zu Werkzeug verarbeitet. Wie schon erwähnt, hat man in Höhlen Zahllose Tierknochen und versteinerte Nahrungsüberreste gefunden, die über die Ernährung der Steinzeitmenschen Aufschluß geben. Wie sie ihre Nahrung fanden und zubereiteten, berichten die folgenden Seiten. Nahrung aus dem Wald. Ein ernstes Problem, dem sich der Steinzeitmensch gegenübersah,
war der Wassertransport. Ehe er dafür geeignete Behälter entdeckt
hatte, mußte er jedesmal, wenn er Durst hatte, seine Höhle
verlassen und eine quelle oder einen Bach in der Nähe aufsuchen. Eines Tages beobachtete ein Steinzeitmensch, wie Ziegen begierig an einem Felsen leckten, der von weißen, schimmernden Kristallen bedeckt war. Er probiert , was den Tieren so gut schmeckte - und entdeckte das Salz. Bald kam man darauf, daß Salz, in kleinen Mengen auf die Nahrung gestreut, deren Geschmack verbessert. In hohlen Baumstämmen fanden sich oft honiggefüllte Waben; aber es war schwierig, an sie heranzukommen. Um den Honig zu erbeuten, füllte man einen Behälter mit Glut, stellte ihn unter den betreffenden Baum und legte feuchtes Laub darauf, so daß sich beißender Rauch entwickelte, der die Bienen vertrieb. Rasch wurden die Waben herausgerissen und weggebracht, ehe die Bienen zurückkehrten. Kühne Jäger. Viele tausend Jahre vergingen, ehe der Mensch eine Waffe erfand, die es ihm ermöglichte, Tiere aus der Ferne zu erlegen. Diesem Zweck dienten zunächst die Wurfspeere mit Spitzen aus Stein oder Knochen. Noch weiter jedoch reichte der von der Sehne eines Bogens abgeschnellte Pfeil. Die Bogen wurden aus elastischen Holz gefertigt, die Pfeile aus Rohr, die Sehnen waren Tiersehnen. Fischfang. Zubereitung der Nahrung. Im Lauf der Zeit lernte man, aus zerstampften Nüssen, Körnern, Grünpflanzen, Wurzeln und Fleischstücken Suppen zuzubereiten. Ehe die Hausfrau der Steinzeit Fleisch brieten, bearbeiteten sie es mit Hämmern, damit es weich wurde; dann würzten sie es mit Salz und Kräutern und legten das Fleisch auf glühende Steine. Oft wurden auch ganze Tiere am Spieß über dem Feuer gebraten. Zum zerkleinern hatte man Messer aus Stein; gegessen wurde selbstverständlich mit den Fingern. Als Teller dienten den Steinzeitmenschen große, kräftige Blätter. Quelle: Wissen, Die große Bildungszeitschrift für die ganze Familie, 1969, von rado jadu 2000 |