zurück

 

 

von
Otto von Gottberg

Sechster Abschnitt

Gegen Mittag rief ein Befehl des Kommandeurs der Landfront alle Truppen im Vorgelände in die Aufnahmestellung auf der zweiten Höhenkulisse vor Tsingtau zwischen dem Kuschan an der bucht und den Prinzheinrichbergen am Gelben Meer zurück. Vor dem rechten Flügel und der Mitte unserer Front hatte der Gegner so starke Kräfte entwickelt, daß ein Widerstand der Leitung, aber darum nicht unseren tapferen Truppen, von vornherein aussichtslos schien. Schon um zwei Uhr früh war bei Oberstleutnant Kuhlo Nachricht eingelaufen, daß der Feind auf allen Straßen Infanteriekolonnen vorschiebe. Seine vordersten Bataillone lagen aufgelöst den Unseren nur sechshundert Meter fern auf den Kämmen und Kuppen des kahlen Hügellandes. Unterführer, die vom Nahen des Gegners hörten, stießen in der Dunkelheit der frühen Morgenstunden vor. Bis zum Mittag noch blieb das Gefechtsfeld ein Schauplatz von Angriffen und Gegenangriffen. Um sechs Uhr früh griff unsere schwere Feldbatterie Böse aus vorbereiteter Stellung um Dorf Kou Isy und östlich davon die Batterie Modde in den Kampf. Auch die Geschütze auf dem Bismarck- und Iltisberg bestreuten die feindlichen Schützenketten und Reserven. Um sie zum Schweigen zu bringen, eröffnete unter Führung des englischen Linienschiffes "Triumph" die japanische Linienschiffsdivision das Feuer geegn den Bismarck- und Iltisberg. In Tsingtau klirrten Fenster und zitterten Wände, während etwa achtig der feindlichen 30,5 Zentimeter Granaten niedergingen. Antwort gab Fort Hui Tschuen Huk. Seine Geschütze hielten die feindlichen Schiffe in Bewegung. Ihr einziger Treffer schlug in einen Schweinedtall. Ein Granatsplitter riß dem Pferd des Chefs des Stabes vom Gouvernement, Kapitän z. S. Sachser ein Bein weg. Splitterwirkung beschädigte auch die Vorderwand des Garnisonlazaretts. Die Verwundeten wurden ins Prinz Heinrich Hotel getragen.

Auf den Befehl zum Rückzug gingen die Batterien Böse und Modde noch zweimal in Aufnahmestellung. Die Infanterie folgte in aufgelösten kleinen Trupps nicht nur in gemächlicher Ruhe, sondern fast Gemütlichkeit. Wenn der Gegner folgte, warfen unsere Schützen sich nieder und feuerten, bis das Nachdrängen der japanischen Übermacht zum Stehen kam.

Hier und da gehorchten die Unseren nur zögernd dem Befehl. Die Bedienungsmannschaft zweier in einem Gehölz versteckten Maschinengewehre ließ eine japanische Kompagnie vorbeimarschieren und mähte sie aus dem Rücken nieder. Der Zug Gaul an der Litsuner Straße und der Zug Merck auf der Höhe zur Linken davon blieben vorn und erreichten die Aufnahmestellung erst als Verlorengeglaubte. In Gefahr, von links her vom Gegner umgangen und abgeschnitten zu werden, geriet auch der Posten bei Chak zy kou. Er wußte die Japaner schon hinter sich, als er ihrem Drängen von vorn wich und längs der Küste zurückschlich.

Am Nachmittag des anfänglich sonnig klaren 27. September verhängten trübe graue Wolken den Himmel. Vor der Front der Kompagnie Schaumburg lag das breite Tal des Litsun still und leer, bis der Feind durch leichten Nebel kleine Abteilungen vorschob. Geschickt wie Katzen krochen die Khakibraunen heran und sammelten in einem Waldstück beim gesprengten Wasserwerk von Litsun. Als Major Kleemann genug Japaner darin glaubte, ließ er das Gehölz von den jetzt auf dem Kuschan postieren beiden Zwölf- und Zehnzentimeter Batterien beschießen. Ihre Wirkung dürfte gut gewesen sein, denn auf eine ruhige Nacht folgte hier für die Unseren ein stiller Morgen. Doch zur Rechten lärmte ohne Pause heftiger Kampf. Im sichtlichen Wunsch, die Unseren hinter ihre Werke zu werfen, trieb die japanische Leitung ihre von Kampf- und Marschtagen übermüdete Infanterie zu neuen Angriffen vor. Vor der Front der Peking Kompagnie glaubte Hauptmann Schaumburg vormittags die Schützen eines dichten feindlichen Schwarms nicht unter Wunden, sondern in Erschöpfung umsinken zu sehen. Reserven schritten über sie hinweg. Frische Truppen drängten die Peking Kompagnie zurück und brachen rechts von ihr in die deutsche Front. Sie war nicht nur von vorn aus nächster Nähe durch zehn-, ja mehrfache Übermacht bedroht. Über die Höhen hatten sich, von Chinesen geführt, japanische Abteilungen auch in den Rücken der Unseren geschlichen. Der Kommandeur der Landfront mußte den Befehl zum Räumen der Stellung und zum Rückzug hinter das Haupthindernis, die Infantriewerke, geben.

Die Kompagnie Schaumburg sprengte die beiden alten Bronzegeschütze und ließ ihre Trümmer auf den Kuschan. Die anderen beiden Kanonen gingen mit der Feldbatterie zurück. Schallende Heiterkeit weckte unter den Leuten der Anblick einer längst erwarteten, aber gerade jetzt mit Munition für die gesprengten Geschütze eintreffenden Kulikolonne. Feindesaugen hatten die Chinesen wohl gesehen, denn bald barsten Schrapnells unter ihnen. Die Unseren glaubten, die Chinesen würden auseinanderstieben. Aber lachend schüttelten die Bezopften nur verwundert ihre Köpfe und trugen die Munition gewissenhaft nach Tsingtau.

Den hinter der artillerie abziehenden Schützen folgten Japaner auf den Fersen. Als sie sich bei Szyfang in Laufschritt setzten, war die Lage ernst. Die Batterie Stecher protzte aus dem Marsch auf der Landstraße ab. Ein Zug der Kompagnie Schaumburg warf sich als Deckung daneben. Der Batterieführer ließ den Feind auf vierhundert Meter heran. Dann riß ihn sein Feuer auseinander und brachte das Nachdrängen zu Stehen. Neuen mut faßten die Japaner, als hart vor dem Infanteriewerk 5, auf der Brücke über den Haipofluß, zwei Pferde eines Geschützes stürzten. Wie Wiesel kamen die kleinen Khakibraunen gelaufen und knallten wie Besessene in den Knäuel. Die Kompagnie Schaumburg schwenkte kehrt und schritt zum Sturm. Ihn auszuführen war nicht nötig, weil der Gegner wich. Das Werk wurde bezogen und Feuer aus ihm ließ die Japaner verschwinden. Noch einmal lebte der Kampflärm am späten Nachmittag dieses
28. September aus der Richtung der Prinz Heinrich Berge vor dem rechten Flügel auf. Dort hielt seit Tagen Oberleutnant Grabow mit einem Offizier und sechzig Mann den höchsten Gipfel, das Adlernest, mit der Aufgabe, das Vorgelände und namentlich die Wirkung unserer Batterien zu beobachten. Mit Proviant und munition für längere Zeit versorgt, sollte er im Rücken des Feindes ausharren und durch Signale Meldungen schicken. Seine Leute lagen ausspähend in Gruppen von fünf oder sechs Mann auf Felsschroffen. Die höchste trug den Beobachtungsstand des Führers. Wahrscheinlich Chinesen hatten die Postierung den Japanern verraten. Schon am 27. September platzten Schrapnells über ihr. Während der Nacht zum 28. September umstellte ein feindliches Bataillon den Gipfel, erkletterte vormittags die steilen Felshänge, umzingelte die einzelnen Gruppen und forderte unsere Leute zur Übergabe auf. Sie antworteten mit Feuer, mit Kolben und Bajonett. Als am späten Nachmittag Oberleutnant Grabow verwundet und der Vorrat an Munition wie Proviant vom Gegner genommen war, wurde die kleine Schar im letzten Kampf von Mann zu Mann überwältigt Nur Unteroffizier Pauli schlug sich mit elf Mann nach der Küste durch und kam in die Werke. Die Gefangenen befragte in Tsungglitsun ein japanischer Offizier.
"Da wäre es fast zu schlimmen Szenen gekommen," schreibt einer der Gefangenen aus Japan, "den der japanische Hauptmann schien nicht zu wissen, das ein deutscher Soldat das Vaterland und die Kameraden nicht verrät."

Mit einem Verlust von nur sechs Toten und neunzig Verwundeten hatte die jetzt den Gürtel der Werke haltende Festungsbesatzung dem Gegner das Vorgelände während der Kampftage vom 2. bis 28. September, also fast für die Dauer eines Monats streitig gemacht. Anfänglich Vermißte fanden sich bald hinter den Werken ein. Im Bergland von den Ihren abgeschnitten, hatten sie sich oft hungernd und durstend unter Lebensgefahr lieber in den Platz der kommenden neuen Kämpfe geschlichen, als das Brot der Gefangeschaft zu nehmen. Einen jungen Unteroffizier, Diehl, fanden Kameraden bei einem der späteren Ausfälle der unverzagten Besatzung tot. Schwer verwundet, in einem Gehölz verblutend, hatte er auf den neben ihn liegenden Zettel mit letzter Kraft erkaltender Finger geschrieben: "Ich sterbe einen schweren Tod, aber sterbe ihn gern für meinen Kaiser."

Nirgends überhaupt schlug heller, wärmer und reiner als fern der Heimat auf dem verlorenen Posten in Tsingtau die Flamme deutscher Soldatentreue aus für Kaiser und Reich glühenden Herzen. Aber auch die Furcht vor Gott beschlich Männer, die vor der Feinde Überzahl kein Zagen kannten. Oft trugen Radfahrer aus der Kampfstellung einen zerknitterten Zettel zum Marine Oberpfarrer Winter: "Der Seesoldat X. bittet um das heilige Abendmahl."

Der Gottesstreiter stand an Tapferkeit den Königsstreitern nicht nach. Wenn der Ruf kam, rollte er im Automobil hinaus, ob auch die Fahrt durch Eisenhagel ging. Unter Feuer gab er in der Kampfstellung das Sakrament. Dankbare Liebe des Mannes in reih und Glied weckte die Art. wie er die Toten der Kämpfe bestattete. In weiße Tücher gehüllt, ließ er sie in das Grün heimischer Tannen betten. Deutsch, obwohl auf asiatischer Erde erblüht, waren auch die Blumen, die Kameradenhände auf die Gräber streuten. Zu Sterbenden konnte der Pfarrer oft Verwandte ins Lazarett führen. Eine Mutter sitzt am letzten Lager ihres Sohnes, streichelt die schon kalte Stirn und betet:

"Christi Blut und Gerechtigkeit
ist mein Schmuck und Ehrenkleid."

Sie fragt: "Weißt du noch, wie es weiter geht, mein Kind?"
Der Sterbende röchelt:

"Damit will ich vor Gott bestehn,
wenn ich zum Himmel werd' eingehn — "

Nach der nervenzermürbenden letzten Sturmnacht vor dem Fall der Festung spricht Feldwebel Bunge seine Leute an "Singn wir das Lied:
"Wir treten zum Beten' ...."

So war die tapfere Schar der Viertausend von Tsingtau von einer Frömmigkeit, die durch ein wahres Wunder Gottes ihren Lohn fand. Sie hatte in Erwartung der Kämpfe eintausendfünfhundert Gräber geschaufelt, aber nur in zweihundertzwanzig davon harren gefallene Helden auf das Signal zum großen Appell.

Kein feindliches Artilleriefeuer folgte unseren Truppen in die Werke. Auch die Erwatung, daß der Gegner unverzüglich den Sturm ansetzen werde, erfüllte sich nicht. Kundschafter, Flüge des Oberleutnants Plüschow und Erkundungen bei nächtlichen Ausfällen stellten fest, daß der gegner schwere Artillerie bewege, Gräben, Straßen und Schmalspurbahnen baue. Er leitete mit umständlicher Gründlichkeit eine planmäßige Belagerung des Platzes ein. wenn im Lauf des nächsten Monats einer unserer Offizier im Gespräch äußerte, daß die Stunde der entscheidung nahe sei, lachten Kameraden ihn aus: "Nein, er ist erst auf Seite 78 unseres Leitfadens für den Belagerungskrieg."

So konnte noch jetzt nützliche Arbeit die Widerstandskraft der fünf Infanteriewerke und ihrer Verbindungsgräben mehren. Unter Oberstleutnant von Kessinger befehligten in der Stellung Oberstleutnant Kuhlo den linken Flügel, Major Kleemann die Mitte und Major Anders den rechten Flügel. Mit je einem Stab von zwei bis drei Offizieren wohnten die Stabsoffiziere bei Beobachtungsständen hart hinter ihrem Abschnitt. Telephondrähte waren von dort in die Bismarckkaserne gelegt. Hier hatte wie das Gouvernement auch der Stab des Kommandeurs der Landfront Quartier bezogen. Oberleutnant Brinkmann war Adjutant des Oberstleutnants. Hauptmann Ahlers versah den Dienst etwa eines Generalstabsoffiziers. Hauptmann Bleyhöffer, bis zu Kriegsbeginn in der chinesischen Armee als Instrukteur tätig, war artilleristischer Berater. Hauptmann Berndt leitete die Pionierarbeiten. Käpitänleutnant Wittmann aber wirkte als Kommandeur der Landartilleriezentrale. In gemeinsamer arbeit mit Bleyhöffer und Ahlers, den Fußartilleristen des Stabes, etnwarf er die Feuerbefehle, deren Sudführung bei Tag und Nacht durch Belegen namentlich der Straßen im Vorgelände den Anmarsch der Japaner aufhielt und die Aufstellung der Belagerungsartillerie wirksam verzögerte. Mit Zustimmung des Gouverneurs stellte Kapitänleutnant Wuttmann auch Batterien der seefront in den Dienst der Landfront. Namentlich die Batterien auf dem Bismarckberg konnten nach beiden Seiten wirken. Ferner unterstützten "Jaguar" und "Kaiserin Elisabeth" das Feuer aus der Landfront und förderten es als seitliche Beiobachter. Streng kontrolliert wurde der Munitionsverbrauch. Sparsamkeit war geboten, da der Platz gegen den Angriff eines Heeres und einer Flotte, einer ganzen kriegerischen Nation auch mit Material nicht hgenügend versorgt sein konnte. Ein Belagerungskorps von sechzigtausend Mann wußte die deutsche Leitung jetzt von den Werken. Neue Landungen von Artilleriematerial brachten die Zahl allein der schweren Geschütze des Gegners auf etwa zweihundertfünfzig.

Auch die Beweglichkeit unserer beiden Feldbatterien half, die Japaner dem Platz fernzuhalten. Die S.F.H.B. feuerte gemeinhin aus den beiden vorbereiteten Stellungen am Moltkeplatz und beim Quartier ihrer Mannschaft in Tsung Tsia Wa. Aber häufig an anderem Ort auffahrend, feuerte sie fast täglich aus neuer Stellung. Gleich häufig verließ die M.F.B. ihre Stellung hinter der frobelhöhe. Nach dem Fall der Festung wollte darum kein japanischer Offizier glauben, unsere Leitung habe nur über eine Feldkanonen- und eine schwere Feldhaubitzenbatterie verfügt.

Der Angriffsdrang der Besatzung machte sich schon am Tag nach dem Rückzug in die Werke dem Gegner wieder fühlbar. Im abendlichen Dunkel des 29. September stießen aus den Infanteriewerken Offizierspatrouillen vor, um festzustellen, wie weit der Feind gefolgt sei. Ihr Vordringen fand erst an den japanischen Stellungen ein Ziel. Zwanzig Mann unter Führung des Vizefeldwebels Traut wurden mit dem Gegner handgemein und bahnten sich mit dem Kolben ihren Rückweg in Werk 5. Vor unseren linken Flügel lag dort der Gegner der Verteidugungsfront am nächsten auf dem Schuang Schan. Oberleutnant Kuhlo entschloß sich, den Hügel zu säubern und führte gegen neun Uhr abends am 2. Oktober die drei Kompagnien des S.M.D. zu einem Ausfall über die Haipobrücke. Jenseits des Flußlaufes entwickelte er die erste und zweite Kompagnie. Als Reserve folgte die dritte rechts gestaffelt. Batterien der Landfront und die Geschütze des "Jaguar" wie der "Kaiserin Elisabeth" hielten Syfang und das Gelände hinter dem Schuang Schan unter Feuer. — Die Schützen der beiden vorderen Kompagnien näherten sich dem Feind zunächst unbemerkt. Sie waren hart vor ihm, als er sie mit Feuer überschüttete. Ohne Antwort stürmten die Unseren den Hügel mit dem Bajonett. Die Kompagnie Hertzberg schritt über die genommenen Gräben hinaus. Im Weitergehen geriet sie in Nahfeuer japanischer Maschinengewehre und wurde obenein aus dem Rücken von den eben überrannten Schützen beschossen. Mit Graf Hertzberg fiel wohl mancher dervierundzwanzig Mann, die der Feldwebel am nächsten Morgen vermißt meldete.

Während des Kampfes im Vorgelände schlich eine japanische Infanterieabteilung an den das Werk 5 bespülenden Haipo und versuchte, in das Wasserwerk einzudringen. Erst die Rückkehr der drei Kompagnien aus dem Vorgelände machte dem Handgemenge ein nun schnelles Ende.

Sonst bekundete der Gegner geringe Unternehmungslust. Erst am Nachmittag des 6. Oktober nahm das japanische Schlachtschiff "Suwo" unterstüzt vom britischen "Triumph", das Infanteriewerk I am Ufer des Gelben Meeres unter Feuer. Ein Treffer riß einen tiefen Trichter ins Werkhindernis. Doch ließen die Japaner der Besatzung Zeit, den Schaden wieder zu heilen. Nicht zu ersetzen war freilich der Fesselballon, den die feindlichen Schiffsgeschütze während der Beschießung trafen. Immerhin konnte er mit unverletztem Beobachter niedergehen. Um den Feind zu täuschen, ließ der Offizier am nächsten Morgen einen großen mit Gas gefüllten Beutel aufsteigen. Heftiger Sturm riß den Sack vom Tau und trieb ihn in die Ferne. Bei den zuschauenden Tsingtauern weckte das Mißgeschick schallende Heiterkeit. Überhaupt war die gute Laune der Bevölkerung wie Besatzung der nun eng umschlossenen Feste ungebrochen. Nachrichten von Siegen an den heimischen Fronten in Ost und West ließen Mißmut nicht aufkommen und weckten unter den Bürgern den Glauben, Tsingtau werde sich bis zum Tag des Friedens halten.Für Verbreitung der depechen aus der Heimat sorgte jetzt eine vom GFouvernement ins Leben gerufene Zeitung: "Die Tsingtauer Kriegsnachrichten". Die Bürger erwarteten das Blatt abends im Klub beim Bier. Auch das Kasino besuchten noch dienstfreie Offiziere, obwohl die Boys davongelaufen waren und der chinesische Koch zugleich als Kellner waltete.

Quelle: Verlag Ullstein und Co., 1915, Verlag Karl Kurtius, Berlin, Jadu 2000.

Bilderschau der japanischen, englischen Truppen

Bildershow über den Krieg

Japan

Kap 6

 

webmaster