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Sichtet der Samoaner von seinem Kanu aus eine Schildkröte, dann
springt er pfeilgeschwind in die Wellen, schwimmt auf das Tier zu und
versucht, es zu packen und unter Wasser umzudrehen. Denn das auf dem
Rücken liegende Tier vermag nur noch schwerlich Luft zu schöpfen,
gerät in Atemnot, wird kampfunfähig und kann an boed genommen
werden.
Das Bergen einer 9 Zentner wiegenden Suppenschildkröte ist oft
schwieriger als ihr Fang. Solange die Schildkröte auf dem Rücken
liegt, ist ein Entkommen unmöglich. Um die Gefangene an Land recht
bequem transportieren zu können, bohren die Eingeborenen mit einem
primitiven Drillbohrer in den hinteren Randteil des Rückenschildes
ein Loch und ziehen ein Band durch, mit dem sie das Tier anpflocken
können. Die Schildkröten sind nicht so harmlos wie sie ausschauen!
Obwohl diese Tiere nur verhornte Kiefer tragen, vermögen sie doch
Knüppel von 2 bis 3 cm Stärke zu zerbeißen!
Quelle:
Mit Carl Hagenbeck auf Tierfang, Mit der Ufa in der Wildnis, 1929, von
rado jadu 2000
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