Informationen über die Germanen :
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Die Germanen
entstanden aus indogermanischen Stämmen, die am Nord-, Süd-
und Westrand der Ostsee saßen und sich bis zu den Alpen zwischen
Rhein und Weichsel ausbreiteten, besonders durch Verdrängen der
Kelten.- Nach der "Germania" des Tacitus gab es drei Hauptstämme:
Ingwäonen, Herminonen (Irminonen) und Istwäonen, die wahrscheinlich
Kulturverbände darstellen. Hinzu kommen die Ostgermanen von der
Ostsee und der unteren Weichsel bis zur unteren Donau und die Nordgermanen
(Scionen). Gesamtzahl der Germanen vielleicht 4-7 Millionen. Die Ostgoten begründeten in Italien 490-552 ein Reich, die Wandalen in Nordafrika 429-534, die Westgoten in Südgallien und Spanien 412-711, die Franken in Gallien, die Langobarden in Oberitalien. Doch nur die Franken in Gallien (Frankreich) konnten sich behaupten und sogar die Alemannen, Bayern, Thüringer, Friesen, Langobarden und Sachsen unterwerfen. Goten, ostgermanisches
Volk, das nach der Stammessage aus Skandinavien kam und über das
untere Weichselgebiet nach Südrussland und dem Schwarzem Meer zog.
Die Goten spalteten sich in zwei Völker, die Ostgoten (Ostrogoten,
Greuthungen) unter dem Königsgeschlecht der Amaler und die Westgoten
(Wisigoten, Therwingen) unter dem Königshaus der Balten. Der Ostgotenkönig
Ermanrich (Hermanrich, 350-375) bildete ein Großreich, das durch
die Hunnen zerstört wurde. Den Westgoten gelang es, sich vor den Hunnen nach Westen zurückzuziehen. König Alarich I. (395-410) eroberte Italien (410 Einnahme Roms). Sein Nachfolger Athaulf (410-415) aber führte sein Volk durch Gallien nach Spanien. Eurich (466-484) führte das Westgotenreich zur größten Ausdehnung (fast ganz Spanien und Gallien bis zur Loirs) und höchsten Macht. Rekkared I (586-601) trat zum Katholizismus über, und nunmehr gingen die Westgoten rasch in der großen Masse der Romanen auf. Letzter König war Roderich 710-711, der 711 in der Schlacht bei Xeres de la Fontera gegen die Araber fiel. Die Westgoten zogen sich vor dem Islam nach Nordwestspanien zurück und begannen von hier die Rückeroberung (Reconquista). Die Ostgoten mußten
sich den Hunnen unterwerfen. Ein Teil blieb auf der Krim. Durch Attilas
Tod 453 wurden sie frei und siedelten in Pannonien. Von hier führte
sie Theoderich der Große (475-526) nach Italien. Der Plan Theoderichs,
einen germanischen Staatenbund (Westgoten, Burgunder, Wandalen, Franken,
Thüringer) unter seiner Führung zu bilden, scheiterte an Chlodwig.
Der byzantinische Kaiser Justian entriß den Goten Sizilien und
Unteritalien, König Witiches (536-540) wurde vom byzantinischem
Heerführer Belisar gefangengenommen Aber noch einmal richtete Totila
(Badwila, 541-552) die gotische Herrschaft auf, unterlag aber gegen
die germanischen Söldner des Byzantiners Narses und fiel bei Taginä
552, ebenso der letzte König Teja 552 am Vesuv. Wandalen, ostgermanisches Volk, wanderten von der Oder um 100 n.Chr. nach Ungarn (Theiß) und um 400 mit Alanen und Sweben nach Spanien (Andalusien =Wandalusien). Vor den Westgoten weichend, setzten sie 429 nach Nordafrika über und begründeten unter Geiserich ein blühendes Reich um Karthago. Die wandalische Flotte beherrschte das Mittelmeer. Unter Geiserichs Nachfolger ging die Macht der Wandalen zurück, sie wurden vom Byzantiner Belisar 534 besiegt und vertrieben. Das von den römischen Legionen geräumte Britannien wurde von den Angelsachsen erobert. Nur die Nordgermanen, die Dänen, Schweden und Norweger blieben in ihren alten Wohnsitzen, befuhren als Wikinger die Meere. Quelle: Bertelsmann Volkslexikon 1956, Jadu 2000. : "die wahrscheinlich Kulturverbände darstellen".
Müßte es nicht "Kultverbände" heißen?
(= hängen dem selben Kult an / verehren in gemeinsamen Heiligtümern
dieselben Götter?) |