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Pfahlbauten. Auf unserm Bilde kehrt das Familienhaupt mit zwei Nachbarn von der Jagd zurück; in dem aus einem Baumstamme gehöhlten Kahne, dem Einbaum, liegt der erlegte Edelhirsch. Großvater und Enkel sind beim Fischfange. Die Großmutter vor der Hüttentür läßt aufschauend Spindel und Rocken ruhen; die Mutter hat den Webstuhl drinnen verlassen, um mit dem Jüngsten auf dem Arme die Heimkehrenden zu begrüßen. Die Magd läßt sich an der Zubereitung des aufgespannten Felles nicht stören; es ist für fremde Händler bestimmt zum Tausch gegen Eisengerät, Waffen und Schmuck. Der auf einer Stange über der Hütte bleichende Pferdeschädel rührt von einem Opfer an Wuotan her; dem Germanenbau eigen sind auch die gekreuzten Giebelbalken. Quelle: Geschichtsbilder, J.C. Andrä, 1908, Voigtländer Verlag, von rado jadu 2000. |
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