Das Reich der Hexen - Die Welt der Hexen

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zum Thema Hexen

Im Wörterbuch sind folgende Eintragungen zu dem Wort Hexe zu finden:

Hex ist die Sechs in Griechisch. Hexenkessel, Hexenküche, Hexenmeister, Hexenring und Hexerei sind verwandte Begriffe.
Hexe: dem Volksglauben nach zauberkundige Frauen mit magisch-schädigenden Kräften.
Hexen Einmaleins
Hexenglauben: Der Menschen glaubte schon immer an Zauberei und Hexerei.
Hexenprozess/Hexenprozeß: siehe Hexenverfolgung.
Hexensabbat: Sabbate sind die Feiertage der Hexen
Hexenschuß/Hexenschuss: (Lumbago), Bez. für heftige Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule bzw.- muskulatur
Hexenwahn/Hexenverfolgung: Hexen wurden beschuldigt, mit dem Teufel im Bunde zu stehen, deswegen wurden sie gefoltert und hingerichtet
Wicca/Witch ist der Name in Amerikanisch und Englisch.

Der Hexenritt Die Hexenversammlung Der Hexenhof Die Hexenverbrennung Die Hexenküche
Hexenritt
Hexenversammlung
Hexenhof
Hexenverbrennung
Hexenküche

Brauchtum - Deutschland

Walpurgisnacht - die Nacht der heiligen Walpurga

Die Nacht vor dem 1. Mai - Walpurgisnacht - wird zu Ehren der heiligen Walpurga, (eine der beliebtesten Volksheiligen in Flandern, dem Niederrheinischen und im Elsass) vor allem von Frauenverbänden mit Demonstrationen für Frauenrechte, die die Nacht zum Tage machen, bundesweit begangen. Die aus England stammende heilige Benediktinerin Walpurga (710-779) wirkte in Deutschland als Äbtissin in dem von ihr gestifteten Doppelkloster (Heidenheim).(1) Altem Volksglauben nach ist die Walpurgisnacht von gespenstischen Umtrieben erfüllt. Hexen treiben in dieser Nacht der Legende nach in ganz Nordeuropa ihr 'Unwesen' und sollen die Geister des Winters endgültig vertreiben.

Sehr lange hielt sich in ländlichen Bereichen der Brauch, drei Kreuze und bestimmte Kräuterbüschel an die Stalltüren zu heften um das Vieh vor den Hexen zu schützen, die in der Walpurgisnacht auf Besen ausritten um sich zum Teufelskult und -tanz auf dem Blocksberg (Brocken im Harzgebirge) zu versammeln. Auf Abwehr des Hexentreibens werden häufig auch Brauchformen wie Peitschenknallen, Läuten der Kirchglocken und Entzünden von Walpurgisfeuern bezogen.(1)

Als Hexen galten im Mittelalter Frauen, die Arzneien herstellten, schreiben und lesen konnten. Zunächst waren sie als weise Frauen hoch angesehen, so wie die heilige Walpurga. Im ausgehenden Mittelalter verdrängte das Wort Hexe andere Zauberer- und Dämonennamen. Der Begriff Hexe wurde durch den Einfluss der Kirche von einem zunächst bösen weiblichen Geist auf eine Frau übertragen, die mit dem Teufel im Bunde steht und über magisch-schädigende Kräfte verfügt.(2;3)

Die Kirche verfolgte diese Frauen wegen ihrer besonderen Fähigkeiten und ihres Wissens. Sie wurden als Hexen verteufelt, verfolgt und viele auf dem Scheiterhaufen verbrannt. (2)

Vom 14. Jh. an steigerte sich der Hexenglaube zum Hexenwahn. Ausgelöst durch die Schrift von H. Institoris [(d.i. H. Krämer) Dominikaner und Inquisitor seit 1479] Hexenhammer von 1487. Die Schrift wurde zum Strafcodex der Gerichtspraxis in Mitteleuropa bis ins 17. Jh. bei Richtern aller Konfessionen. Sie befürworteten den Gebrauch der Folter und schrieb das Zauberdelikt hauptsächlich dem weiblichen Geschlecht zu. Die letzten Hinrichtungen von 'Hexen' (meist Verbrennungen am lebendigen Leibe) fanden in Würzburg (1749), Endingen (1751), Kempten (1775), Glarus (1782) und Posen (1793) statt. (1)

Die Strafrechtsgesetze in Preußen-Brandenburg und Österreich führten zur Abschaffung der Hexenprozesse. Zu den Gegnern der Hexenprozesse zählten: der Arzt J. Weyer (1553), der niederländische Theologe B. Bekker (1691793) und der Hallenser Jurist Ch. Thomasius (1701/12). Einer der wenigen bedeutenden Kirchenlieddichter des 17. Jh., Friedrich Spee v. Langenfeld (1591-1635) veröffentlichte anonym seine Streitschrift gegen die "cautio criminalis", die durch eigene seelsorgerische Erfahrungen mit als Hexen verurteilten Frauen angeregt war. Das Buch führte in Würzburg und Mainz zur Abschaffung der Hexenprozesse.(1)

Heute wird die Walpurgisnacht neben der bereits angesprochenen Funktion für die Frauenrechte in Staat und Gesellschaft von cleveren Geschäftsleuten besonders in der Harz-Region als Touristen- und Freizeitspektakel vermarktet. Im ganzen Harz sind jährlich ca. 150 Tausend Schaulustige unterwegs. Ähnliche Feste finden im Berliner Umland, im Museumspark Rüdersdorf (Märkisch Oderland) und als Teil des Mittelalterfestes in Bernau (Barnim) statt. (2)

1) nach dtv Brockhaus Lexikon, Bde 8 und 19, Mannheim; München 1986 2) nach Blankennagel, Jens: Schlossherr sucht schönste Hexe. Berliner Zeitung v. 27.4.2000

3) nach Ethymologie der deutschen Sprache. Bibliographisches Inst. Mannheim 1963

© stielzchen at Jadu-Berlin, Mai 2000

Die böse Hexe, die im Wald lauert und kleine Kinder fängt, ist ein Produkt des Mittelalters und der Märchenwelt.

 


Anton Praetorius

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