Der Minnegesang
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Würdig stellt sich neben die epische Dichtung des Mittelalters seine Lyrik; ähnlich jener tritt sie sofort in zwei verschiedene Richtungen auf; als Volkslied und lyrisches Kunstgedicht Für das erstere bietet indes erst der folgende Zeitraum ergiebigen Stoff. Die Kunstlyrik des zwölften und dreizehnten Jahrhunderts aber begreifen wir unter dem Worte Minnesgesang und bezeichnen die lyrischen Kunstdichter als Minnesinger; denn das Hauptthema des Gesanges ist die Minne, jene dem deutschen Mittelalter eigentümliche Frauenliebe, die in der Verehrung des holden Geschlechtes wurzelt um im Frauendienst, in der hingebenden Huldigung, aufblüht. Darum darf denn das Wort Minne nicht minder auch jene Verehrung, jenen Huldigungsdienst bezeichnen, der nach der Lehre der Kirche den heiligen, insonderheit und in erhöhtem Maße dem heiligen Urbild der Frauen, der Mutter des Herrn, zugewandt werden darf. Frauendienst war die Losung des Rittertums, und der Minnegesang hat seine Träger fast ausschließlich unter den Ritterbürtigen. Nach Tacitus verehrten schon die alten heidnischen Deutschen in der Frau ein sanctum et providum, ein Heiliges und Ahnungsreiches, das sie einerseits zu der hohen Würde einer Priesterin und Prophetin erheben konnte, auf der anderen Seite aber das Verhältnis des Ehelosen zum weiblichen Geschlechte läuterte und hob, daneben in der Ehe der Frau den ihr geziemenden Rang sicherte. An diesem Verhältnis hatte das Christentum nur wenig geändert; hatte es der Frau Priestertum und Prophetie entzogen, so hatte es doch dafür in der heiligen Jungfrau, der Mutter des Erlösers, das ganze Frauengeschlecht erhoben, hatte das Familienleben und dadurch den stillen, segensreichen Einfluß der Frau gesichert und verdankte vielfach seine Verbreitung und die ihm entgegengetragene Liebe der zarten Sorge gottgeweihter Jungfrauen. Was Grieche und Römer nie oder nur in den seltensten Augenblicken geahnt, das trat in das Bewußtsein der christlichen Völker des Occidents, vor allem aber des deutschen Volkes ein: die Erkenntnis von der Tiefe, der Würde und Innigkeit des weiblichen Gemütes, die Verehrung , zu welcher eine reine, fromm-feuchte Frauenseele wider willen hinreißt, die Huldigung die der sinnigen Wirksamkeit, der zarten Zurückhaltung, der seinen Sitte der Frauen gebührt. Es war, sagt Servinus, eine wohlmeinende Fügung der Vorsehung, daß, als sie die Ordnungen der alten Welt und damit den Seelenadel der alten Männer zerstörte, sie die Frauen aus ihrer Unterordnung heraushob und zur Herrschaft über die Gemüter berief. Wenn das Rittertum so lange der Verwilderung glücklich entging, so verdankte es dies gewiß vorzüglich dem Einfluß der hochangesehenen Frauen, die gesellschaftliche Formen, Zurückhaltung, Milde und Adel der Besinnung zu erhalten suchten. Die ritterlichen Ordnungen und Gebräuche zeigen, wie der spätere Ritter bereits in seinen Jugendjahren neben den Waffenübungen als einen besonderen Zweig der rittelichen Wissens auch die Verehrung und den Dienst der edlen Frauen erlernen mußte, wie der angehende Ritter am Altare Gottes Achtung und Schutz dem zwar schwächern, aber durch Manneshuld gehobenen Geschlechte gelobte, wie der höchste Preis ritterlicher Tapferkeit von Frauenhand gespendet, wie dagegen auch die Reinheit und Würde der Verehrten durch Waffen und Blut des Ritters gegen jeden Angriff geschützt wurde. So entwickelte sich also hier ein förmlicher Frauenkultus, der sogar in dem Ordensleben einen merkwürdigen Wiederschein ausstrahlte. Mannsklöster stellten sich nicht selten unter Obedienz einer in einem anderen Kloster wohnenden Oberin. Stehen wir hier der Übertreibung schon nahe, so ist es ebenso wenig unbekannt, wie im Laufe des 14. Jahrhunderts, vielfach schon früher, Rittertum, Frauendienst und Hofesleben durch Lächerlichkeiten, Thorheiten und Sittenloßigkeit dem unabwendbaren verfalle die Wege bahnten. Konnte es da dem Minnegesang besser ergehen? Als das Charakteristische der Minnedichtung hebt Hilmar mit Recht ein Doppeltes hervor: das Jugendliche und Frauenhafte dieser Poesie. Beides gilt freilich nur im großen und ganzen; der Garten des Minnegesangs hat neben den zarten , treu gepflegten Duftblumen auch Pflanzen mit grell gefärbter Blütenglut, zum Teil aus fremden Boden verpflanzt, verwilderte Gewächse mit ätzendem Saft und stachlichten Blätter, Zierblumen mit betäubendem Duft. aber im allgemeinen ist diese Poesie bescheiden wie die heimatliche Blume, jugendlich frisch wie die Viole mit ihren Kindesaugen. Sehnsüchtig folgt das Auge des Jünglings der Minniglichen, bescheiden begnügt der Liebende sich mit dem stummen, sehnsüchtigen Blicke in das Antlitz der Verehrten, ein freundlicher Gruß, ein minnigliches Anlächeln gilt ihm als reicher Habedank; eine schätzenswerte Kunst ist es, den rosenfarbenen Mund, die roten Wangen, die lichten Augen, die weißen Hände im Liede verherrlichen zu dürfen. Das süße Gedenken, die stumme Sehnsucht, die bescheidene und darum zweifellose, alles verklärende Hoffnung, sie begleiten, beschäftigen und trösten den liebenden Sänger. Das ist nicht jene verzehrende, in Begierde verschmachtende, im Feuer zerschmelzende Leidenschaft mit ihrer dämonischen Gewalt, wie Sappho, wie die südlich glühenden Troubadours, wie manche Dichter der Neuzeit sie besungen haben. auch jener trübe Nebel falscher Empfindsamkeit, welcher Werthers und Siegwarts Atmosphäre so schwermütig überzog und noch immer nicht ganz verflogen ist, lag der heitern Zeit des Minnegesanges fern. Dem entspicht die von der Minnedichtung unzertrennbare Naturanschauung. Der Sänger trauert mit der falb werdenden Linde, mit dem abfallenden Laube, mit den verstummenden und abziehenden Waldvögelein, ihm tut der kalte Schnee und der dürre Reis und der einsame, starrende Winter wehe, und er vergißt nicht, seine Lieder fort und fort damit einzuleiten; ist es ja eben die Folie, die seine Liebesstimmung unterlegt werden soll; sind es ja nur die tausend verworrenen Stimmen der Natur, zu denen die Menschenstimme hell aus jugendlicher Brust den rechten Grundton zu finden sucht. Aber es kommt auch der blühende Mai mit Vogelsang, mit Blumen bunt auf Anger und auf Heiden; da steigen die Ritterbürtigen aus ihren engen Burggemächern ins Tal hernieder, aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern strömt man ins Freie. Auch im Winter, in geschlossenen Räumen wurde getanzt, aber der Tanz wird getreten; nunmehr im Freien, unter der grünen Linde, auf der Heide (Anger), da führt man den Reihen auf, der wird gesprungen, und man nennt ihn Hoppaldei und Kovenanz und Heijerleis; aus dem höfichen Leben stammt der Schwingefuß, und der krumme Reihe wird gesprungen und gehinkt. Nun darf mit den Knospen des Frühlings auch das Geheimnis der Liebe aufbrechen; für Uneingeweihte aber soll es Geheimnis bleiben: der Minnesinger nennt den Namen der Erwählten im Liede nicht. Ich möchte mich nicht zum unbedingten Lobredner dieser Minnedichtung aufwerfen. Denn wenn wir bedenken, daß recht oft verehelichte Männer ihre Minnelieder nicht der Gattin, sondern einem andern Weibe, nicht selten einer ebenfalls Verehelichten, widmenten, dann bleibt einer von den beiden Vorwürfen bestehen: entweder diese Minnegefühle und Gesänge waren etwas Gemachtes, Erlogenes, aufs gelindeste gesagt, eine unwürdige Spielerei, oder sie waren geradezu unsittlich, verwerflich. Eins wie das andere mag vorgekommen sein. Die vorzugsweise in Frankreich erscheinenden Minnehöfe könnten auf das Schlimmste hindeuten. Bei unsern deutschen Minnesingern möchte man nicht selten sich für die erste Alternative entscheiden; die sogenannte höhere Minne war wohl oft nichts anderes als eine erwünschte Gelegenheit, der hohen Dame die konventionellen Huldigungen in zierlicher Form zu Füßen zu legen, während die niedere Minne mehr realistichen Gehalt haben mochte. Dafür spricht auch das Frauenhafte in einem großen Teile der Minnedichtung, welcher Sturm, Flut und Donner der Leidenschaft fern bleiben. Stellt man diese Lieder einfach hin, man dürfte auf die Vermutung kommen, sie seien in einem Frauengemüt entsprossen. Das mag denn auch bei der großen Anzahl von Minneliedern und beider wenig umfangreichen Scala ihrer Töne die ungünstige Meinung einzelner Kritiker erklären. Als Lied zu Anfang unseres Jahrhunderts mit einer Auswahl von Minnelieder hervortrat, ging Schillers Urteil dahin ; "welch eine Armut an Ideen! Ein Garten,ein Baum, eine Hecke, ein Wald und ein Liebchen! Und die Blumen, die duften, und die Früchte, die reifen, und der Frühling, der kommt, und der Winter, der geht, und nichts, was da bleibt - als die Langeweile. Begreiflicherweise fallen die ästhetischen Urteile Friedrichs des Großen noch einige Oktaven tiefer. Solche Urteile gründen zum Teil in der fremden Sprache dieser Gedichte, zum Teil in einer ganz konträren Geschmacksbildung; sie werden sich unfehlbar bilden, will man den ganzen Stoß der uns erhaltenen Minnelieder nacheinander lesen. Wären alle im vorigen und im laufenden Jahrhundert gedichteten Liebeslieder in eine Sammlung zusammengetragen, wer möchte sich getrauen, sie nacheinander zu lesen, und wenn auch mehr als eine "Laura am Klavier" und eine"Erwartung" darunter wäre? Und dann sind diese Lieder, wenigstens zum größten Teil, auch nicht für den Druck und für das Lesen gedichtet. Sie wurden gesungen, gesungen unter Begleitung eines Saiteninstrumentes, die einen in der reichen blendenden Versammlung edler Herren und Jungfrauen, an den Höfen kunstliebender Fürsten, in der ersehnten Gegenwart der verherrlichten edlen Frau; die anderen beim muntern Ringeltanz als "Reihen", zum Takte der Füßlein, in immer neuen Strophen, bis dem Spielmann die Saite entzwei bricht, wie es an mehreren Stellen heißt. Zum Singen gehört aber eine klangvolle , singbare Form. Bei den ältesten Minnesingern noch einfach , angelehnt an die Versform des Volksliedes und darum auch im Reim von einer anmutigen Nachlässigkeit, entfalten sich die Strophen bald zu der reichsten Mannigfaltigkeit, zu den kunstvollsten Verschlingungen mit den reinsten und klangreichsten Reimen. Die an den Höfen vorgtragenen Gedichte lieben die dreiteilige Strophe, welche, bald einfach, bald äuserst künstlich verschlungen, zwei kürzere sogenannte Stollen und einen längern Abgesang hat ( Strophe, Antistrophe, Episode). eine von einem andern Dichter erfundene Weise sich anzueignen, galt als unerlaubt; wer es wagte, wird als "Tönedieb" gescholten. Daraus erklärt sich die große Masse von Weisen. bei den Reigenliedern indes füllen Worte und Reime, Strophe und Rhythmus in äußerst gelungene Weise den Rahmen des Tanzes aus, so daß danach der Hoppaldei, der Troialdei oder der Ridewanz gesprungen werden konnte. Die bald kurzen, bald langen Verszeilen mit ihren kunstvollen Reimgeflechten tönen wie Lerchentriller und Nachtigallschlag unermüdlich daher. Oft scheint es, als ob der Dichter mit den Schwierigkeiten des Verses und des Reimes seinen Scherz triebe; jedes Wort wird zum Vers, jede Silbe zum Reim. Nicht selten haben die Strophen einen Refrain, der wohl von der ganzen muntern Gesellschaft gesungen wurde; zuweilen ist es eine Jauchzung ( jûwezunge), ein Jodelruf, wie Tandarabei, Faladaritturei, Harba harbalorisa, Datenderlenderlenderlin u. dgl. Von den verschiedenen Gattungen der Lieder sind folgende zu nennen : Tagelieder, die das Scheiden der Liebenden beim Tagesanbruch schildern, ähnlich wie Wächterlieder; wineliet ist eine sehr alte Bezeichnung für Liebeslied; es kommen ferner bruteliet, hügeliet ( Freudelied ), jageliet vor; das kriusliet ( Kreuzfahrerlied ) vereinigt zuweilen das Andenken an ein zurückgelassenes Lieb mit der himmlichen Minne; das schimpfliet ( Scherzgedicht ) kann bereits ganz der Minne entraten; das ruegliet ( Spottgedicht ) nimmt gern politische Wendung, das Streitgedicht begiebt sich mit Vorliebe auf theologisches Gebiet oder bewegt sich auf und ab in persönlichen Kämpfen. Die Leiche, musikalische Stücke mit variertem Thema, für Einzelgesang bestimmt und von dem Bau der Kantate, sind allerdings in ihrem Inhalte ziemlich beschränkt; es werden vorzüglich nur Brautleiche und Hochzeitleiche erwähnt. Andere Leiche sind religiösen Inhalts. Denn die Minnesinger- Sammlung enthält auch die Perlen der reinen Gottesminne und der zarten Marienminne, auch die Strophen lehrhafter Tendenz von Schildesamt, von Zucht der Jugend, von Eitelkeit des Irdischen, von politischer Klugheit u. dgl. Letztere Gedichte bezeichnen sich selbst als Sprüche. Der Spruch hat gewöhnlich nur eine Strophe und in dieser meistens längere Verse und weniger musikalischen Sang als das Lied; denn der Spruch wird nicht gesungen sondern gesprochen. Trotz der Masse von Tönen kann man, wenn der einzige Walther von der Vogelweide beiseite gelassen wird, den Minnegesang von einer gewissen Enge des dichterischen Gesichtskreises nicht freisprechen. Haben die Troubadours den Preis des Kriegslebens und der Kreuzfahrten gesungen, so besitzen wir unter den tausenden Liedern der Minnesinger kein eigentliches Kriegslied. Wohl haben wir politische Spruchgedichte genug, aber ausser den Waltherschen keine eigentlich politischen Lieder, von denen die Provence wiederhallte. Und nun erst bei so vielen ritterlichen Zechern und so vielem "Klaret, Pigment, Hippokras und Lauterkrank" ( alles gewürzte Weine) nicht einmal ein echtes Trinklied, woran es doch der Volksdichtung und selbst der Klosterpoesie nicht gebrach. Erzeugte das ewige Singen von Liebe notwendig eine dem Manne wenig geziemende Seelenweichheit, so hatte es dazunoch den doppelten Nachteil, daß es hier zur Erheuchelung der Gefühle, dort geraden Weges zur Unsittlichkeit führte. Denn der Frauendienst des Rittertums achtete häufig die geheiligten Schranken der Ehe nicht; so war es in Frankreich mit seinen Liebeshöfen, als die Gräfin Beatrix von Champagne die Liebe in der Ehe für unmöglich erklärte; so drohte es in Deutschland auch ohne Minnegerichte zu werden, so ist es bei eizelnen Minnesingern geworden. Die Anfänge der Minnedichtung weisen nach Österreich, dem Lande des Volksgesangs; sie haben volkstümliche Einfachheit, häufig auch noch episches Gewand. Von hier dringt die Poesie nach Bayern vor; da begegnet ihr im letzten Viertel des zwöflten Jahrhunderts, vom Niederrhein kommend, jene mehr aristokratische Kunstdichtung, die von den Provencalen Geschmack und Regeln übernommen hatte. Dem "Vater des Minnesangs", Heinrich von Beldeke, der vermöge seiner Heimat den natürlichen Vermittler zwischen deutschen und romanischen Elementen abgeben konnte, stieß zuerst das Reis dieser neuen ( "höfischen" ) Kunst auf. Von da ab zeigt sich die Einwirkung des Volksliedes nur noch bei einzelnen Dichtern. Der Minnesinger trug seine Lieder im Gesange vor, im Gesange pflanzten sich seine Gedichte fort; viele der ritterlichen Genossen - und nicht gerade die schlechtesten Singvögel - waren des Schreibens und des Lesens unerfahren; sogar ein Wolfram von Eschenbach war war dessen "künstelos geblieben, was in den Bücher steht geschrieben"; Ulrich von Lichtenstein konnte das brieflein der Geliebten erst nach mehrwöchentlicher Aufbewahrung sich vorlesen lassen. Bei einzelnen Dichtern erscheint ein Singerknabe, "Singerlein", dem der Sänger seine Lieder und Leiche lehrte, vielleicht auch wohl zum Niederschreiben diktierte oder den Auftrag gab, der Erwählten minniglichen Gruß, sowie Lieder und Büchlein (Briefe in Versen ) zu überbringen. Die Lieder müssen schon frühe gesammelt sein, wenn auch selten von den Sängern selbst; die Grundlage bildeten Liederbücher fahrender Sänger. Meister Hadlaub erwähnt bereits am Ende des vorzüglich sangesreichen 13. Jahrhunderts die überreiche Sammlung des Rüdiger Manesse, Ratsherrn zu Zürich. Auf diese Notiz gestützt, nannte Bodmer, der erste Herausgeber der Minnesinger, die ihm vorliegende Liederhandschrift von Zürich sehr voreilig den Manessischen Codex. Diese prächtige, mit Miniaturen, Bildern und Wappen der ritterlichen Sänger reich ausgeschmückte Handschrift ist nach Paris gewandert und ein angestauntes Prachtwerk der königlichen Bibliothek geworden. Zwei andere ältere und bessere Handschriften sind durch den Stuttgarter Litterarischen Verein zugänglich gemacht worden: die früher im Kloster Weingarten, jetzt in Stuttgart befindliche ( Weingartner ) Handschrift und die Heidelberger Sammlung. Die Pariser Liederhandschrift hat an 140 verschiedene Minnesinger vereinigt, von einzelnen allerdings nur wenige Strophen. Dazu fügen die anderen Sammlungen außer den Ergänzungen vieler Dichtungen. Unter den nicht sehr zahlreichen Minnesingern bürgerlichen Standes figuriert merkwürdigerweise auch ein Jude Süßkind - Beweis genug, wie allseitig der Minnegesang gewesen sein muß. Quelle :Wilhelm Lindemanns: Geschichte der deutschen Literatur. Herdersche Verlagsbuchhandllung, Freiburg i. B.1887 |