Die Namen der Tage und Monate
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Die Namen der Wochentage beruhen zum großen Teil auf mythologischen Vorstellungen. Außer bei Donnerstag (mhd. donerstac = Tag des Donar; engl. thursday; schwed. und dän. tordag) und Freitag (ahd. frijetac; altnord. friggjardar = Tag der Frigga) ist diese Ableitung allerdings nicht mehr zu erkennen. Der Name Mittwoch (die mitte Woche) ist seit dem 11 Jahrh. aufgekommen, für die ursprüngliche Bezeichnung Wuotanestac (Tag des Wotan). Dieser Name läßt sich noch erkennen in dem holländ. Woenstag und dem engl. Wednesday, ebenso wie die altnord. Bezeichnung Odinsdagr (Tag des Odin) noch erkennbar ist in dem schwed. Onstag. Der Name Dienstag ist entstanden mittels Einschaltung eines n in das noch in Mitteldeutschland gebräuchliche diestag, niedersächs. tiesdag (engl. tuesday), altnord. tysdagr (dän. tirsdag _ Tag des Tyr). Die Namen Montag und Sonntag sind Übertragungen alter lateinischer Bezeichnungen der beiden Wochentage: dies Lunae (Tag der Mondgöttin) und dies Solis (Tag des Sonnengottes). Sonnabend ist der Vorabend vor dem Sonntag. Die hauptsächlich in Süddeutschland gebräuchliche Bezeichnung Samstag statt Sonnabend ist das mhd. sambeztac oder samztac, aus dem lat. sabbatum = Sabbat entstanden. Unsere Monatsnamen haben zu der germanischen
Mythologie keine Beziehung; es sind die bereits von den Römern gebrauchten
Bezeichnungen, die mehr oder weniger ihre ursprünglichen Endungen
abgeworfen haben. Romulus soll das Jahr in zehn Monate geteilt und den
ersten nach seinem göttlichen Vater Mars Martius benannt haben, den
zweiten Aprilis von dem Aufgehen (aperire) der Pflanzenknospen, den dritten
Maius nach der Maja, der Mutter Merkurs, den vierten Junius nach der Juno,
die übrigen nach der Zahl Quinctilis, Sextilis, September, October,
November, December, (der fünfte, sechste, siebente, achte, neunte,
zehnte). Später erhielt der Quinctilis von Julius Cäsar den
Namen Julius, der Sextilis von dem ersten Kaiser den Namen Augustus. Vorher
schon hatte Numa Pompilius den Januarius von Gott Janus und den Ferbruarius
hinzugefügt, der von dem allgemeinen, am Schluß eines jeden
Jahres dargebrachten großen Sühnopfer, Februalia, den Namen
hatte. Karl der Große wollte an Stelle dieser lateinischen Bezeichnungen eine deutsche Namensreihe einführen, die folgendermaßen lautet: Wintarmânoth (Wintermonat); Kalender
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