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Auch auf der Seite: Der Gregorianische Choral Sequenzen und Tropen Frühes Mittelalter die Gesänge waren einstimmig oder
in einfachen Intervallparallelen geführt. Aus dem Kernbestand der
geistlichen (Gregorianischer Choral) und weltlichen Monodie (nicht erhalten)
entwickelten sich die Marienlyrik als geistliche Volksmusik, die Vagantenlyrik
sowie der französische und deutsche Minnesang, als deren Nachfolger
der Meistersang gelten kann. Im Normalfall waren die Lieder einstimmig
(es sind aber auch mehrstimmige Gesänge erhalten), die Minnelieder
wurden meist durch eine Fidel , Harfe oder Rotta begleitet. |
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Gregorianischer
oder römischer Choral: Sammelbegriff für die einstimmige,
instrumentenfreie, weitestgehend diatonisierte und nach den sogenannten
Kirchentonarten modal ausgerichtete musikalische Einkleidung der lateinsprachigen
liturgischen Texte der abendländischen katholischen Liturgien*
(Stäblein) Gregor der Große (590-604) , ein Mann von hoher Bildung und mit einem umfassenden musikalischen Wissen begabt, wird als der Vater der Sakralmusik betrachtet. Er gab dem gregorianischen Gesang seinen Namen, begründete die erwähnte Schola cantorum, deren beide Chöre bis 1378 bestanden, bevor sie von Gregor XI. (1370-1378) abgeschafft wurden. Sie hatten die Aufgabe, die im Lateran und in St. Peter zelebrierten Liturgien musikalisch zu begleiten.Er besaß durch seine Schriften tiefen Einfluß auf das ganze Mittelalter. Bedeutsam ist seine Stellung auch in der Liturgiegeschichte durch seine Reform der Messe. Die Weiterentwicklung des Gregorianischen Chorals |
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Die kirchliche einstimmige Musik erlebte in der Zeit der sächsischen
und salischen Kaiser eine Blüte in Sequenz und Tropus. Notker Balbulus
in St. Gallen (gest. 912) unterlegte den ausgedehnten, orientalischer
Gesangsübung entsprechenden Tonschnörkeln des Allejujah Texte,
und zwar unter jeden Ton durchschnittlich eine Silbe. Anregungen zu
diesem Verfahren kamen aus dem Kloster Gimedia bei Rouen ... Martial
in Limoges ... und durch byzantinische Gäste. Diese der Musik unterlegten
dichterischen Gebilde, die Sequenzen, sind Höchstleistungen deutschen
Kunstwillens im gregorianisch-mittelalterlichen Geiste; auch die musikalische
Fassung ist zum Teil selbständige Schöpfung Notgers voller
Schwung und Feuer. Vorherrschendes Baugesetz ist die paarweise Wiederholung
unter sich verschieden langer Melodiezeilen oder Lieder, "Choräle"
genannt, auf je zwei textlich verschiedene "Versikel", meist
mit selbständigen einleitenden auf- und beschließenden Abgesang
(AA, BB, CC , X). Die Silben werden ohne Rücksicht auf Länge
und Kürze gezählt, wie in den griechischen Hymnen, im Gegensatz
zu den klassischen Versmaßen der lateinischen Hymnenpoesie. Der
Name Sequenz ist Übersetzung des griechischen Ausdruckes Akoluthia.
Diese volkstümlicherem Empfinden entsprechende sprachliche und
musikalische (syllabische) Form bewirkte, neben der oft bedeutenden
Schönheit der Gedichte, rasche Verbreitung der Sequenzen nach Deutschland,
Frankreich, England. |
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frei gedichtete Lieder, welche zwischen den auf Bibeltexten beruhenden eigentlichen Hauptgesängen eingeschaltet wurden (bereits in der griechischen Kirche im 4. Jahrhundert, Hymnen beruhen auf diesen Tropen), abendländische Tropen im 9./10. Jh., oft werden Melismen (zwischen dem bewahrten liturgischen Text) zu neuen Melodieteilen und mit neuem Text unterlegt |
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Spezialform der Tropen Schlußmelismen der Hallejujagesänge (besonders reich melismiert) werden zur Melodie und mit freien Text unterlegt, schon bei Notker wird nicht der gesamte ursprüngliche Originaltext beibehalten, nur die alten Anfänge werden in die neue Komposition übernommen (im Gegensatz zu den Tropen), Barform ohne Abgesang mit Prosatexten (Oster-Sequenz), später strophisch (z.B. Stabat mater, Dies irae). Aus den Sequenzen entstanden u.a. die Leiche, ebenfalls in der Barform ohne Abgesang, aber mit gereimten Texten. Von erheblicher Länge Zyklen mit 12 Gesängen und mehr |
Papst Gregor der Große (590-604): ,,Vier Bücher Dialoge über das Leben und die Wundertaten italischer Väter"