Urchristen
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Dieser Text deckt sich mit dem Text eines 1875 von dem griechischen Metropoliten Philotheos Bryemios in der Bibliothek des Patriarchen zu Konstantinopel aufgefundenen Pergamentinschrift. Diese Schrift bietet einen Einblick in die Verfassung der ersten Christengemeinden. Der Hirtenbrief unseres Herrn Jesu Christi. Das spricht der
Amen, der treue und wahre Zeuge, der Urgrund der Schöpfung Gottes: * Diesem Hirtenbrief
ist folgende Bemerkung angefügt: |
* Das Kiliansevangelium *
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Die "Lehre der 12 Apostel an die Völker" enthält keine besondere Dogmenlehre, sondern nur die aus dem Essäerbund ins Christentum übertragene Sittenlehre samt Kulturvorschriften, die in folgende Sätze zusammengefaßt ist: 1. Kapitel. Es gibt zwei Wege: der eine ist der des Lebens, der andere des Todes. Der Abstand zwischen beiden ist groß. Der Weg
des Lebens ist: Liebe den Nächsten wie Dich selbst! Liebe
Gott, deinen Schöpfer! Was Du nicht willst, das man Dir tu', das
füg' auch keinen andern zu! Segnet, die euch, betet für eure Feinde und Verfolger! Falsch ist der Wahn, daß es genug sei, bloß die zu lieben, die euch lieben! Das tun auch die Heiden. Ihr sollt mit eurer werktätigen Liebe die Welt umfassen, dann werdet ihr die Menge eurer Feinde am leichtesten überwinden. Ihr müßt Selbstverleugnung
und Selbstenthaltung pflegen, wenn ihr die Welt erobern wollt.
Wer die auf diesem Wege einen schlag auf die rechte Wange gibt, dem reiche
auch die andere. 2. Kapitel. Verübt nichts gegen Leib und Lebens des Nächsten, keinen Mord, keinen Ehebruch, keine Knabenschändung, keine Unzucht noch Zauberei oder Giftmischerei. Zerstört nicht das werdende Leben, mordet nicht die neugeborenen Kinder. Vergreift euch nicht an fremden Eigentum, schwört keine Meineide, gebt keine falschen Zeugnisse, redet von Niemanden übel und tragt keinem etwas nach. Seid nicht zweisinnig noch doppelzüngig. Die Doppelzüngigkeit ist eine Galgenschlinge. Euer Wort sei reine Wahrheit, eure Rede kein leeres Geplapper, sondern die Ausübung einer Tat. Ferne sei von euch Falschheit, Heuchelei und Hochmut. Sinne keine Bosheit gegen den Nächsten! Hasset keinen Menschen. Belehret die Irrenden, bittet für die Reuigen und liebet die Guten über eure Seele. 3. Kapitel.
Meide das Arge und
was ihm ähnlich sieht. Meide vor allem den Zorn, denn
er verleitet zum Mord. Sei nicht streitsüchtig noch leidenschaftlich,
werde auch kein Zelot, kein finsterer Glaubenseiferer, denn alles führt
zum Unrecht und Verbrechen. Mein Sohn, meide die Lüsternheit, denn
sie verleitet zur Unzucht. Führe keine schlüpfrigen Reden, noch
schlage die Augen zu hoch auf. Denn dies alles führt zu Ehebrüchen.
4. Kapitel.
Mein Sohn, bewahre immer ein gutes Gedenken
an den, der dir diese Lehren verkündet und einprägt. Dann ist
der Herr mit dir. Verkehre mit guten Menschen und erfreue dich an ihren
Reden. Stifte keine Spaltung, sondern vermittle unter den streitenden.
Urteile ohne Ansehen der Partei und Person,
wenn die Fehler Rügen und Strafen verdienen, ohne Rücksicht
auf dich selbst und deinen Vor- und Nachteil. 5. Kapitel. Der Weg des Todes ist voll Bosheit und Fluch! Alle Todsünden, Mord, Unzucht, Ehebruch, Giftmischerei, Diebstahl, Raub, Meineid, Götzendienst, Heuchelei, Doppelzüngigkeit, Tücke, Hochmut, Niedertracht, Habsucht, Verleumdung, Neid, Frechheit und Großsprecherei liegen auf diesem Wege. Den Todesweg wandelt, wer die Guten verfolgt, die Wahren haßt, die Lüge liebt, die Gerechtigkeit verachtet, die Tugend verstößt und Schlimmeres sinnt. Den Todeswandlern ist unbekannt die Milde und Geduld, sie leiben das Eitle und Vergnügliche, streben nach Geld, haben kein Herz für die Armen, kümmern sich nicht um die Kummervollen, gedenken nicht des Schöpfers. Zu ihnen gehören die Kindermörder, welche Gottes Ebenbild vernichten, die Reichen, welche die Dürftigen von ihrer Türe weisen, die Wucherer, welche die Bedrängten pressen, die Advokaten, welche die Habgier der Reichen dienen, die Richter, welche die Not nicht würdigen. Das sind die Sünder! Laßt euch retten, ihr Kinder, von all diesen Gefährden! 6. Kapitel. Hütet euch vor solchen, deren Lehre außer diesem Bereich liegt, denn sonst werdet ihr euch von diesem Lebensweg abwenden. Kannst du nicht gleich ganz vollkommen sein, so trachte, es zu werden. Übe dich in der Selbstverleugnung und Selbstenthaltung, soviel du kannst. Nur von allem Götzendienst halte dich fern. Auch lebende Götzen sollst du nicht achten, denn auch das ist der gleiche Dienst wie jener der toten Götter. * An diese Kapitel über die Sittenlehre schließen sich die Vorschriften über die Aufnahme in die Gemeinschaft und die sonstigen Vorschriften an, die ein Einblick in das Leben und Zeremoniell der ältesten christlichen Gemeinden gewähren, die jenem der Essäer nachgeahmt sind. 7. Kapitel. Wer in unsere Gemeinschaft treten will, empfängt zum Zeichen und zur Weihe die Taufe. Lehret ihm aber das, was wir bisher gelehrt haben, dann nehmt ihr ihm das Gelübde ab und taufet ihn mit fließendem Wasser auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Habt ihr kein fließendes Wasser, so genügt auch ein anderes Wasser. Und wenn ihr kein kaltes habt, so nehmt warmes. Habt ihr nicht genug Wasser, um den Täufling unterzutauchen, so schüttet auf sein Haupt dreimal Wasser auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Auf die Taufe aber soll sich der Taufende wie der Prüfling durch Fasten vorbereiten, und ebenso ein Mitglied der Gemeinde, der als Zeuge (Pate) beistehen soll. 8. Kapitel.
Eure Fasttage sollt ihr nicht mit den Pharisäern der Synagoge halten.
Diese fasten am zweiten und fünften Tage der Woche. Ihr sollt den
vierten und sechsten Tag halten, denn der Mittwoch ist die Einleitung
zum Leiden des Herrn, der Freitag sein Todestag. Auch sollt ihr die Gebete
nicht mit den Pharisäern halten, welche so viel plappern, sondern
ihr sollt zu den 3 Tageszeiten (mittags und abends) einfach beten wie
der Herr:
(Der letztere Zusatz fehlt in den älteren Handschriften des Matthäus Evangeliums, weshalb er von den Katholiken weggelassen wird, die orientalische und evangelische Kirche dagegen hat ihn beibehalten mit der Änderung: "denn Dein ist das Reich usw.") 9. Kapitel. Beim Brudermahl (Abendmahl) sollt ihr sprechen zuerst über den Becher die Worte: "Wir danken Dir, Vater unser, für den heiligen Weinstock Davids, Deines Dieners, den Du uns kund getan hast durch Jesus, Deinen Diener. Dir sei die Herrlichkeit in Ewigkeit!" Über das gebrochene Brot sollt ihr sprechen: "Wir danksagen Dir, Vater unser, für das Leben und die Erkenntnis, die Du uns kund getan hast durch Jesus, deinen Diener! Dir sei die Macht und Herrlichkeit in Ewigkeit! Wie dies zerbrochene Brot zerstreut war über den Bergen und zusammengebracht ein einziges geworden ist, so werde die Kirche von den enden der Welt in ein einziges Reich zusammengebracht. Denn Du hast die Macht und die Herrlichkeit, durch Jesus Christus, in die Ewigkeit!" Niemand soll Teil haben an eurem Brudermahl, der nicht getauft ist auf den Namen des Herrn. Denn der Herr hat gesagt: Gebt nicht das Heilige den Hunden! (Das heißt denen, welche das Ehrwürdige anbellen und verhöhnen.) 10. Kapitel.
Nach dem Brudermahl der Gemeinde danket also:
Den Priestern ist es gestattet, zu diesem einfachen Gebet noch eine Danksagung zu fügen. 11. Kapitel.
Gewährt Gastfreundschaft dem,
der das Evangelium in unserem Sinne verkündet. Wer aber durch sein
Auftreten Unzufriedenheit, Zersetzung, Auflösung herbeiführt,
den höret nicht. Dient er dagegen zur Mehrung der Gerechtigkeit und
der Erkenntnis des Höheren, so sei er euer Gast wie der Herr. Ein
wirklicher Apostel bleibt nicht länger als zwei Tage. Bleibt er drei,
so ist er ein falscher Prophet. Geht der Apostel, so soll er nichts mitnehmen
als die Wegzehrung für die folgende Nacht. Wer Geld fordert, ist
kein Apostel. Ihr sollt keinen Prediger bekritteln oder an ihm herummäkeln
und ihn nach seiner Vergangenheit ausfragen. Denn jede Sünde wird
vergeben. Wer aber gegen den sündigt, über den der Geist des
Herrn gekommen, hat kaum Vergebung zu erwarten. Doch
nicht jeder, der predigt, ist ein wahrer Priester, sondern nur der, dessen
Betragen seinen Lehren entspricht. An dem Betragen vornehmlich
erkennt ihr den Unterschied zwischen wahren und falschen Propheten. 12. Kapitel.
Jeder Fremdling, der im Namen des
Herrn zu euch kommt, soll Aufnahme finden. Dann aber prüft ihn nach
rechts und nach links, um ihn zu erkennen. Ist der Ankömmling ein
Wandersmann, so helft ihm nach euren Kräften; nur soll er nicht länger
als einen, höchstens zwei Tage bleiben. 13. Kapitel. Jeder wahre Priester und wirkliche Lehrer der Gemeinde ist seines Unterhaltes wert, ganz ebenso wie ein Arbeiter seines Lohnes würdig ist. Ihr sollt dem Priester den Erstling geben von den Erzeugnissen der Kelter und der Tenne und er soll genau so wie bei den Juden die Hohenpriester gehalten sein. Habt ihr keinen Priester, dem ihr geben könnt, so gebt den Armen den Erstling als ein Gott wohlgefälliges Opfer. Nach dem gleichen Gebot gib den Anschnitt vom Teig, von jedem Krug Wein oder Öl den Lehrern und von Kleiderzeug, Geld und jedem Besitz soviel, als dir gut dünkt. 14. Kapitel. Am Tage des Herrn (Sonntag, Auferstehungstag) kommet zusammen, brechet das Brot und haltet das Brudermahl. Bekennet eure Sünden, damit euer Opfer rein sei. Wer aber einen Zwist hat mit einem andern, mag sich erst versöhnen, bevor er hingehe, damit das Opfer nicht entweiht werde. Denn es spricht der Herr: "An jedem Ort und zu jeder Zeit bringt mir ein reines Opfer. Denn ein großer König bin Ich, spricht der Herr, und mein Name ist wunderbar unter den Völkern!" 15.
Kapitel. Als Vorsteher und Kirchendiener (Episkope und Diakone)
wählet würdige, milde, wahrhafte und erprobte Männer ohne
Habsucht und Geldgier. Achtet sie nicht gering! Denn sie sollen geehrt
werden wie die Priester und Lehrer. (In diesem Satz liegt der Unterschied
der alten und neuen Kirchenverfassung. Jene war demokratisch, diese ist
absolutistisch. D.B.) * Den Schluß der Schrift: "Die Lehre der 12 Apostel"
bildet eine in großen Zügen gezeichnete, wunderbare
Prophezeiung tiefen geistvollen Inhalts: Quelle: Unbekannt, Seiten 118-128, von rado jadu 2001 |
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Der heilige Kilian, der als irischer Mönch nach Franken kam und
jedes Jahr zu "Kiliani" in Würzburg eine Woche lang gefeiert
wird. Schon im 7. Jahrhundert, etwa eine Generation vor dem 723 n. Chr. in unserem Gebiet missionierenden Bonifatius, sei der heilige Kilian nach vergeblichen Versuchen, die heidnischen Bewohner in der Nähe des späteren Klosters Breitenau zum Christentum zu bekehren, flußaufwärts gezogen "und ging bei dem heutigen Büchenwerra ans Land." Kilian-
Eine Geschichte verpflichtet - Eine Sage: Die Sage von der Teufelskirche Als die Rhön noch heidnisch war, da fühlte sich der Teufel noch als Herr des Gebietes. Dann kam aber der heilige Kilian ins Land, predigte das Christentum und viele ließen sich taufen. Darüber ärgerte sich der Teufel schrecklich. Als damit begonnen wurde, im Tal eine Kirche zu bauen, geriet der Teufel so in Zorn, daß er alle Steine, die zum Kirchenbau herbeigebracht wurden, hinauf auf den Gangolfsberg schleppte und dort so fest zu einer Grotte zusammenfügte, daß sie kein Mensch mehr auseinanderbringen kann. Als die Leute das merkten, zeichneten sie auf jeden Baustein ein Kreuz. Da mußte der Teufel die Finger davon lassen. Die Steine aber, die er schon vorher hinaufgebracht hatte, bilden die Teufelskirche. ... erzählt von Max Mölter |
Der Berliner Bezirk Kreuzberg soll nach dem Heiligen Kilian bzw. dem Kreuzberg in Würzburg benannt sein.
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